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arbeitslos, Freunde weg und depressiv

Ja - es war noch lange nicht vorbei! Ich verschloss mich immer mehr, ging kaum aus dem Haus und eine Arbeit hatte ich ja sowieso nicht. Mein Leben fand im Internet statt - wo ich IHN kennenlernte. Mein Mr. BIG! Wir schrieben uns über Facebook, die Chemie stimmte von Anfang an. Es war wie ein Tritt in den Arsch - ich begann wieder zu leben. Wir trafen uns, verliebten uns, ich fand einen neuen Job und das Leben war schön. Ja es war wirklich schön. Er war mein Seelenverwandter aber ich konnte es nicht zugeben. In mir drin schlummerte dieses Monster und wenn ich mich ihm gegenüber öffnen würde, müsste ich ihm ja davon erzählen. Nein, ich wollte ihn nicht vergraulen. Schliesslich war ich ja monatelang anfallsfrei und es war ja auch nur "eine Phase" :-)

Am 16. Geburtstag meiner Nichte stellte ich ihn meiner Familie vor. Alle mochten ihn. Wie sollte man Mr. Big nicht mögen? Er hatte alles was ein Mann haben sollte. Er sah gut aus, war lustig, hatte einen guten Charakter und behandelte mich wie eine Prinzessin. Alle mochten ihn auf Anhieb. Ich denke, meine Eltern und Geschwistern konnten auch sehen, wie gut es mir ging, seit ich ihn kannte. Er hat mich aus einem tiefen Loch gerissen und mein Leben wieder lebenswert gemacht. Wenigstens für kurze Zeit......

Ich wachte im Krankenwagen auf - Mr. Big neben mir. Er sah besorgt aus und streichelte meinen Kopf. Viel erzählen kann ich euch leider nicht, denn nach jedem Anfall fühlt man sich wie tot. Alles ist schwarz, man weiss nicht was los ist. Am nächsten morgen erzählte mir Mr. Big, dass ich am Bahnhof auf dem Weg zu ihm, einen epileptischen Anfall bekam. Ich tat so, als wäre ich erstaunt, denn schliesslich hatte ich Mr. Big alles verschwiegen. Später am abend klärte ich ihn auf. Er schien es mit Verständnis aufzunehmen. Er war einfach Mr. Big und dafür liebte ich ihn. 2 Tage später bekam ich eine Whatsapp mit dem Inhalt "Es tut mir leid aber ich schaffe das nicht. Ich komme mit der Situation nicht klar".

14.6.15 22:29

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Maurice (14.6.15 23:34)
Warum ist diese Gesellschaft so? Warum wird bei den kleinsten Anzeichen von Problemen direkt auseinander gerannt? Ich finde das so schade. Es ist extrem selten, dass man sich mal auf wen Anderen einlassen kann. So wie man eben ist. Und gerade bei der Person, die man in das Herz geschlossen hat sollte das doch eigentlich kein Problem sein ...

- Maurice


Jessi / Website (15.6.15 08:54)
Hi Maurice
Es freut mich - mein erster Kommentar :-)
Ja leider ist dies ist unserer Gesellschaft so. Es scheint mir, als hätten sie Angst und wegrennen ist einfacher, als das Problem zu lösen. Besonders bei Menschen die einem nahe stehen, ist das schlimm.
Aber die Geschichte geht noch weiter ;-)

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