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10 mal fallen und 11 mal aufstehen

Auch wenn ich momentan in einer kleinen "Jobkrise" stecke, kann ich mich nicht beklagen...Ich versuche das beste aus meinem Leben zu machen. Ich habe Sachen erlebt, die nicht toll waren und ich habe Sachen erlebt, die super waren. Hat nicht jeder ein kleines Laster? Ich wurde eben dazu bestimmt. So what...

Das wichtigste ist, niemals aufzugeben. Ich denke, ich habe mich in dieser Zeit sehr verändert. Ich habe verstanden, was wichtig ist und was nicht. Es ist nicht wichtig 12 Stunden täglich zu arbeiten um ständig Lob und Anerkennung zu bekommen. Der körperliche Stress und vor allem der innerliche Stress macht den Menschen kaputt.

Natürlich gibt es noch Tage an denen ich denke "warum????". Erst neulich dachte ich an meine Schwester, die als Kleinkind gestorben ist. Ich habe mich gefragt, warum nicht sie weiterleben durfte und man mich nicht holen konnte. Manchmal fühle ich mich schlecht weil sich jeder um mich sorgt. Ich werde von der Liebe und von der Angst meiner Familie erdrückt. Vielleicht hätte ich längst aufgegeben, wenn diese in der schlimmen Zeit nicht da gewesen wäre...

Aber meistens habe ich gute Tage. Ich erfreue mich an meinem Leben, ich treffe mich mit Freunden und versuche nur das Schöne im Leben zu sehen...dies ist nicht immer einfach. Auch wenn ich seit einiger Zeit keinen Anfall mehr hatte und die Tabletten gut wirken, schleppt man das Monster im Gehirn mit sich rum. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht Angst hat, einen Anfall zu bekommen. Vielleicht vergeht diese Angst irgendwann? Vielleicht wird alles wieder gut aber ich habe mittlerweile begriffen, dass nichts mehr so sein wird wie es war.

15.6.15 21:50, kommentieren

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Sex und Alkohol als Lückenbüßer???

Nach der Trennung von Mr. Big - oder besser gesagt, seiner Trennung von mir - war ich mich ins Leben. Es gab kein Wochenende an dem ich nicht unterwegs war. Ich habe mir alle Gedanken weggetrunken, ich lernte viele Männer kennen. Mein Sexleben lief eigentlich super. Die einzige Nebenwirkung der Medis, die ich wohl nicht hatte, war der Libidoverlust :-D

Im Job liefs super. Es gab nichts, worüber ich mich beklagen konnte. Ich sollte sogar übernommen werden - aber das Schicksal wollte es wohl mal wieder anders. Die Abteilung wurde aufgelöst (nicht wegen mir hahaha). Manche Kollegen wurden übernommen, manche mussten nunmal gekündigt werden. Ich war natürlich unter der zweiten Kategorie. So what? Ich hatte meine Typen, ich hatte Spass - eigentlich hatte ich gar keine Zeit für einen Job :-D

Irgendwann jedoch merkt man auch, dass diese Typen einem nichts geben können. Bestand mein Leben nur noch aus Sex, Alkohol und Partys? Ich versuchte wieder einen klaren Verstand zu bekommen. Ich sah der Realität ins Auge und bemühte mich um eine Stelle. Und ich suche bis heute....ich schreibe Tag für Tag Bewerbungen und bekomme Tag für Tag Absagen. Mein Lebenslauf sieht natürlich beschissen aus und wer will schon jemanden einstellen, der ständig den Arbeitgeber wechselt? Sollte ich vielleicht in Fettdruck über den Lebenslauf "ACHTUNG ich kann nichts dafür - in mir steckt ein Monster namens Tablette"??? Natürlich habe ich auch ab und zu ein Vorstellungsgespräch. Die Frage "warum haben Sie Ihren Arbeitgeber so oft gewechselt?" ist Standard. Ich habe mich dazu entschlossen, die Wahrheit zu sagen. Und im gleichen Moment, in dem ich die Wahrheit sage, weiss ich eigentlich schon, dass ich eine Absage bekommen werde. Aber soll ich mein ganzes Leben lang lügen? Kommt es beim Arbeitgeber besser an, wenn ich sage "ach ich habe so viele Stellen gehabt weils mir nirgends gefällt"??? Ist in dieser Gesellschaft die Wahrheit überhaupt noch was wert???? 

15.6.15 21:25, kommentieren